26. Februar 2007

200 Bürger fordern mehr Beteiligung bei Gestaltung Europas

Deutsche Bürger gestalten die Zukunft Europas

Jetzt haben die Bürger gesprochen: In der „Deutschen Bürgererklärung zur Zukunft Europas“ steht, was 200 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger von Europa erwarten. Das Votum ist eindeutig: Sie wollen an europä-ischen Entscheidungsprozessen stärker beteiligt werden und fordern die Institutionalisierung der Europäischen Bürgerkonferenzen. Sie erwarten eine umwelt- und energiepolitische Vorreiterrolle von Europa und mehr Engagement für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Die Bürger möchten in einem Europa leben, das eine gemeinsame Immigrations- und Integrationspolitik ausübt und mit einer gemeinsamen Sprache spricht. Erwartet wird auch, dass eine europäische Familien- und Sozialpolitik auf die Agenda kommt. Die deutsche Bürgererklärung finden Sie hier. IFOK hat die Konferenz geplant und umgesetzt.


Gestern ging die Europäische Bürgerkonferenz in Deutschland erfolgreich zu Ende. Zufällig ausgewählte Bürger aus ganz Deutschland haben zwei Tage lang im Auswärtigen Amt in Berlin ihre Erwartungen und Forderungen zur Zukunft Europas diskutiert. Günter Gloser, Staatsminister für Europa aus dem
Auswärtigen Amt begrüßte mit den Worten: „50 Jahre ist eine Erfolgsgeschichte der EU, es ist aber notwendig, dass die Bürger neue Ziele formulieren.“ Zeitgleich fanden auch Bürgerkonferenz in Lettland, in der Slowakei, in Ungarn und Belgien statt. Bis Ende März werden in allen EU-Staaten 27
Bürgerkonferenzen stattgefunden haben. Mehr dazu: www.europaeische-buergerkonferenzen.de.

 

So geht es weiter: Alle Ergebnisse, ebenso die 27 Nationalen Bürgererklärungen werden zu einem Abschlussdokument verdichtet. Anfang Mai 2007 wird diese „Europäische Bürgererklärung zur Zukunft Europas“ im Europäischen Parlament den Spitzen der EU-Institutionen überreicht. Diese Stimmen der Bürger Europas sollen den EU-Ratsgipfel im Juni inspirieren.


Hinter den Europäischen Bürgerkonferenzen steht ein unabhängiges europaweites Stiftungskonsortium unter der Leitung der belgischen König-Baudouin-Stiftung. Sie werden von der Europäischen Kommission mit dem größten Etat der Kommunikationsstrategie „Plan D“ gefördert. Die Europäische Bürgerkonferenz in Deutschland wird von der Robert Bosch Stiftung getragen.



Ansprechpartner IFOK:
Jochen Tscheulin
Geschäftsführender Gesellschafter
E-Mail: jochen.tscheulin(at)ifok.de
Telefon: +49.6251.8416-60
XING: Jochen Tscheulin