Bundesminister Wolfgang Tiefensee prämiert die besten Konzepte für die energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Januar 2009 den mit insgesamt 2,2 Millionen Euro dotierten Wettbewerb „Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage von integrierten Stadtteilentwicklungskonzepten“ ausgelobt.

Am 15. Juli prämierten der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Dr. Franz-Georg Rips, und der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Lutz Freitag, im Umweltforum in Berlin 34 der insgesamt 74 eingereichten Konzepte. Diese wurden mit je einem Preisgeld von 100.000 Euro (Gold-Medaille), 75.000 Euro (Silber-Medaille), bzw. 50.000 Euro (Bronze-Medaille) prämiert.
Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland wohnen in Großwohnsiedlungen. Die Siedlungen entstammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten und entsprechen oftmals nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Energieeffizienz. Hier liegen noch erhebliche Energieeinsparpotenziale. 
Energie und Heizkosten zu sparen und gleichzeitig die Lebensqualität in Großwohnsiedlungen zu verbessern - so lautete die Aufgabenstellung des Wettbewerbs zur energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen an Wohnungsgesellschaften, Eigentümer oder Zusammenschlüsse einzelner Partner.
"Die energetische Sanierung darf nicht ausschließlich den Blick auf das einzelne Gebäude richten. Gerade bei den Großwohnsiedlungen bietet es sich an, Konzepte zur Energieeinsparung mit anderen Aufgaben der Stadtteilentwicklung zu verbinden. Die Verbesserung des Wohnumfeldes, Konzepte für den Einsatz erneuerbarer Energien und die soziale Aufwertung des Quartiers können Hand in Hand gehen mit der Gebäudesanierung“, so Tiefensee. Nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Siedlungen kommt die energetische Sanierung zu gute, sondern auch der Umwelt.
Dieser Wettbewerb wird im Rahmen der Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm) durchgeführt.
IFOK begleitet im Unterauftrag des IWU (Wettbewerbsagentur) den Wettbewerb und erstellt im Anschluss an die Prämierung eine Wanderausstellung.
Für den Film zur „Energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen“ klicken Sie hier.
