19. November 2010

Erfolgsfaktor Change Communication – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Für Unternehmen ist die schnelle Anpassung an sich verändernde Wettbewerbsbedingungen von größter Bedeutung. Wandel ist zum Unternehmensalltag geworden und allgegenwärtig. Neue Ideen, innovative Technologien, angepasste und veränderte Strukturen werden in die Unternehmen getragen, helfen ihnen sich auf dem Markt zu positionieren und erfolgreich zu wirtschaften. Die IFOK-Studie „Erfolgsfaktor Change Communication“ liefert ein Bild des derzeitigen Umganges von Unternehmen mit dem Thema.

Die Studie zeigt Trends auf und skizziert Handlungsempfehlungen der IFOK-Change Communication Experten. „Die Anpassung nach außen verläuft häufig vergleichsweise reibungsfrei. Die wahre Herausforderung steckt in der internen Umsetzung der notwendigen Schritte“, sagt Caterine Schwierz, Mitglied der Geschäftsleitung  bei IFOK. „Wenn die Belegschaft die Veränderungen nicht wirklich mitträgt und nur halbherzig umsetzt, dann wird das Potenzial von Veränderungen nicht genutzt. Veränderungsprozesse stocken, versanden, lösen die angestrebten Ziele nicht ein oder scheitern im schlimmsten Falle völlig.“

Damit steigt die Bedeutung einer speziell auf Veränderungsprozesse zugeschnittenen Kommunikation, die sowohl das Wissen von Change Management-Experten und Projektleitern, als auch die Professionalität der Kommunikationsexperten braucht. Andreas Ingerfeld, Mitglied der Geschäftsleitung bei IFOK und Mitautor der Studie: „Die Belegschaft muss Veränderungsprozesse positiv erleben. Dann sind Vertrauen in die eigene Führung und das eigene Unternehmen, Zufriedenheit und erfolgreiche Umsetzung das Ergebnis.“ Die Veränderungsmaßnahmen werden intern mitgetragen und das Unternehmen kann sich damit schnell an veränderte Wettbewerbsbedingungen anpassen.

Dabei gilt es einige wichtige Punkte zu berücksichtigen:

Veränderungsprozesse sind Chefsache
In über drei Viertel der befragten Unternehmen bestimmt die Unternehmensleitung die Kommunikationsstrategie im Wandel. Doch bei der Durchführung verabschiedet sie sich – mit erheblichen Folgen: Ein Führungsvakuum droht! Deshalb muss die Führung im Vorfeld geklärt und die Rollen der Akteure im Vorfeld geklärt werden.

Im Dialog liegt die Zukunft
Dialogische Instrumente spielen die zentrale Rolle bei wirksamer Kommunikation. Denn nur diese Instrumente bedingen die Beweglichkeit in Veränderungsprozessen und die Steuerungsfähigkeit des Unternehmens. Nicht verwunderlich ist es aus diesem Grund, dass den dialogischen Instrumenten die größte Wirkungskraft zugemessen wird. Im Dialog liegt die Zukunft, obwohl momentan nur rund ein Drittel der verwendeten Instrumente dialogisch ausgerichtet sind. Change ist Dialog!

Unterschiedliche Disziplinen müssen zusammenwachsen
Flexibilität und die Bündelung von Expertise sind unbedingte Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um optimal aufgestellt zu sein. Darin sind sich alle einig. Deshalb muss sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Change Management, Projektmanagement, Personalarbeit und Kommunikation verstetigen.

Die Studie „Erfolgsfaktor Change Communication“ ist im Internet abrufbar unter http://www.ifok.de/fileadmin/pdf/deutsch/Pluspunkt/Pluspunkt_Change_Communication.pdf