10. Dezember 2009

Jugendliche fordern klimafreundliche Energiepolitik

Zum Start des UN-Klimagipfels in Kopenhagen haben Jugendliche der Initiative Jugend denkt Europa an der Konferenz "Sustaining People and the Planet: A Fair Deal in Copenhagen" im schwedischen Malmö teilgenommen und ihre Forderungen für eine klimafreundliche Energiepolitik mit den Konferenzteilnehmern und dem Youth Forum von Kofi Annan diskutiert. Heute reisen sie gemeinsam mit der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margot Wallström, sowie Mary Robinson, ehemalige Präsidentin von Irland, und Gro Harlem Brundtland, ehemalige Ministerpräsidentin von Norwegen, im Rahmen der Initiative „Road to Copenhagen“ zum UN-Klimagipfel nach Kopenhagen, um dort das Communicué mit zu überreichen und es der Öffentlichkeit vorzustellen.

Energie- und Klimafragen als festen Bestandteil des Lehrplans, bezahlbarer Zugang zu erneuerbaren Energien für alle EU-Bürger, konsequente Belohnung für energiesparendes, klimafreundliches Verhalten, begrenzte Elektrizitätsmengen pro Kopf und hohe Preise für darüber hinaus gehenden Verbrauch sowie ein europäisches Forschungsinstitut für alternative Energien – das sind nur einige der Forderungen, die Jugendliche aus ganz Europa im Rahmen des Projekts Jugend denkt Europa entwickelt und als Aktionsplan verabschiedet haben. Stellvertretend für alle Jugendlichen diskutiert in dieser Woche eine Schülerdelegation die Forderungen mit den hochrangigen EU-Politikern in Malmö und Kopenhagen: „Ich bin beeindruckt, wie aktiv und engagiert die Jugendlichen in Malmö mit Margot Wallström, Mary Robinson und Gro Harlem Brundtland diskutiert haben. Sie mischen sich ein und vertreten ihre Meinung – und werden von den anderen Konferenzteilnehmern sehr ernst genommen“, sagt Christian Hänel, stellvertretender Bereichsleiter der Robert Bosch Stiftung. Nach dem Weltklimagipfel in Kopenhagen steht am Freitag bereits der nächste Termin mit hochkarätigen Entscheidern auf EU-Ebene an: Dann präsentieren die Jugendlichen ihre Visionen beim „Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD)“.

Wenige Wochen zuvor hatten die Jugendlichen ihre Forderungen bereits an die schwedische Ratspräsidentschaft und an die EU-Kommission übergeben: Am 18. November hat eine Delegation von Schülern den Aktionsplan der schwedischen Botschafterin Ruth Jacoby in der schwedischen Botschaft in Berlin vorgestellt. Die Botschafterin versprach, den Aktionsplan der Schwedischen Ratspräsidentschaft zu übergeben und zeigte sich zuversichtlich, dass die schwedische Regierung ebenso interessiert sei an den Forderungen der Jugendlichen wie sie selbst. Am 20. November diskutierten schwedische Jugend denkt Europa-Teilnehmer ihre Forderungen in Stockholm mit Margot Wallström, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Jugend denkt Europa ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, realisiert durch IFOK. Das Projekt ist das größte seiner Art, das Jugendliche am europäischen Dialog beteiligt. „Jugend denkt Europa verankert eine neue politische Kultur in Europa“, so Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung. „Die Initiative schafft einen neuen Ort für politische Diskussionen – sowohl der Jugendlichen untereinander als auch mit der etablierten Politik.“ Über 1.000 Jugendliche aus ganz Europa entwickeln in insgesamt 34 Projektwochen Visionen für die Zukunft. Vernetzt über eine Online-Community tauschen sich die Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg aus und fassen ihre zentralen Forderungen in einem gemeinsamen Aktionsplan zusammen, den sie an die EU-Politik übergeben.Mehr Informationen, Live-Eindrücke und Fotos finden Sie auf der Homepage des Projekts unter www.young-ideas-for-europe.eu und auf Facebook.



Ansprechpartner IFOK:
Miriam Sontheim
E-Mail: miriam.sontheim(at)ifok.de
Telefon: +49.89.2422352-14