4. März 2010, 14:52 Uhr

Soziale Netzwerke: Neue Perspektiven für den Hörfunk

„Die Zukunft des Radios spielt im World Wide Web“ – so lautet die Kernbotschaft des Gastkommentars von Arne Klempert in der März-Ausgabe des Deutschlandradio-Programmhefts, die in diesen Tagen in den Briefkästen der Stammhörer landet. Mit der Entwicklung des Internets haben sich in den vergangenen Jahren die Spielregeln für die klassischen Massenmedien geändert – und damit auch die Rollenverteilung zwischen Sender und Empfänger: „Das Netz und seine Nutzer übernehmen die Rolle des Programmmachers zunehmend selbst“, so Klempert.

In Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter führten die Nutzer unzählige „digitale Gespräche“ und befassten sich auch mit den Inhalten klassischer Medien. „Genau dort lassen sich das Web und traditionelle Medien verbinden: Das Radio muss sich gegenüber diesen vernetzten Gesprächen öffnen.“ Davon träumte übrigens schon Bertolt Brecht: Von einem „großartigen Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens“ sprach er um 1930 in seiner Radiotheorie. Ein Apparat, der „es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen, und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen.“

Im Deutschlandradio-Programmheft erscheinen regelmäßig Gastkommentare einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Das Heft hat eine Auflage von 70.000 Exemplaren und erreicht vor allem die Stammhörer der Sender Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen. Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen.

Arne Klempert leitet seit 2008 bei IFOK das Geschäftsfeld Digitale Kommunikation, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Social Media. Außerdem ist er Vorstandsmitglied der internationalen Wikimedia Foundation, der gemeinnützigen Organisation hinter der Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Twittern mit der ISS – unterstützt von IFOK

Grüße aus dem All erreichten kürzlich DRadio Wissen – per Twitter. Denn die Redakteure des jungen Hörfunksenders experimentieren jetzt mit den Sozialen Netzwerken.  So ließ sich eine Online-Redakteurin von einem Bericht über die Internationale Raumstation ISS inspirieren: Sie schickte kurzerhand per Twitter einen Gruß an Colonel Timothy J. Creamer, der für die NASA mit der ISS unterwegs ist. Und dreieinhalb Stunden später folgte die Überraschung – Colonel Creamer twitterte tatsächlich zurück! Das Radioprogramm von DRadio Wissen könne er leider nicht per Internet empfangen, die Bandbreite auf der ISS sei nicht groß genug.

Der Schritt in die Sozialen Netzwerke war für DRadio Wissen insgesamt ein Erfolg: Bereits nach einer Woche konnten im Redaktionsblog mehrere hundert Kommentare und auf Twitter mehr als 1.000 Follower gezählt werden. Starthilfe gab es von IFOK – vom Konzept bis zum Coaching. Auch nach dem Sendestart im Januar hat IFOK die verantwortlichen Redakteure von DRadio Wissen begleitet. Die Redaktion bekam Feedback zu Blog-Beiträgen und Tipps zum Umgang mit Kommentaren.



Ansprechpartner IFOK:
Arne Klempert
E-mail: arne.klempert(at)ifok.de
Phone: +49.6251.8416-960