Vertrauen in Unternehmen - Brauchen wir einen neuen Vertrauensvertrag?
Zu dieser Frage laden die Firmen IFOK, DIS AG und Personal Innovation am 15. Mai 2007 ins Weltkulturerbe Kloster Lorsch ein.

Zu dieser Frage laden die Firmen IFOK, DIS AG und Personal Innovation am 15. Mai 2007 ins Weltkulturerbe Kloster Lorsch ein, um mit rund 100 Entscheidern aus der Wirtschaft zu diskutieren:
- Wie kann diese wertvolle Ressource bewahrt und gefördert werden?
- Wie kann Vertrauen wieder hergestellt werden?
Key-note speaker wird Wolfgang Clement sein, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit a. D.
Als Referenten in den Fachforen diskutieren Manfred Hund (HR-Marketing Boehringer Ingelheim Pharma), Prof. Heribert Schmitz (ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats HP Deutschland), Ulrich Sieber (Konzernleiter Personal Commerzbank) und Horst Wagner (Chief Operating Officer Pixelpark) mit den Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft.
Vertrauen ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Unternehmen. Das wird vor allem dann deutlich, wenn es fehlt. Umgekehrt schließt Vertrauen bei Veränderungsprozessen überall jeden Lücken, die durch Informationsmangel, unklare Zuständigkeiten oder Zeitdruck entstanden sind. Vertrauen schafft Freiräume, mindert Reibungsverluste und trägt so zur Verlässlichkeit und Flexibilität von Unternehmen bei.
Für unsere Unternehmen ist Vertrauen integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Es ist uns seit langem ein Anliegen, die Diskussion über dieses Thema in der Öffentlichkeit anzuregen, zuletzt z. B. durch das 1. IFOK Forum „Vertrauen stärkt Wettbewerbsfähigkeit“ 2006. Zudem sind Vertrauensthemen praktischer Teil unserer Beratungsarbeit, sei es bei der Gewinnung und Führung von Mitarbeitern, in Reorganisationsprozessen oder dem Aufbau von Kooperationen zwischen sich fremden Organisationen.
In unserer Wahrnehmung gewinnt das Thema immer mehr an Brisanz: Durch die anhaltende Dynamik in Unternehmen (Umstrukturierungen, Fusionen, Offshoring etc.), in Deutschland häufig mit negativem Vorzeichen (Insolvenzen, Massenentlassungen) und vermehrt publik gewordene Korruptionsskandale ist Vertrauen massiv erodiert. Das betrifft das Vertrauen von Mitarbeitern zu Führungskräften, das der Kunden zu den Unternehmen und andere Vertrauensbeziehungen. Dieser Vertrauensverlust hat, in Form von nicht ausgeschöpften Potenzialen und destruktiven Verhalten der Mitarbeiter, Loyalitätsverlust der Führungskräfte zur Geschäftsleitung und negativer Wahrnehmung von Unternehmen in der Öffentlichkeit, gravierende wirtschaftliche Folgen. Gleichzeitig betrifft es Entscheider persönlich, die ihre Glaubwürdigkeit in Gefahr sehen, wenn sie heute ihren Mitarbeitern etwas versprechen, das sie aufgrund externer Entwicklungen vielleicht nicht halten können.
Ein Zurück zu einem naiv gegebenen oder in langen Jahren selbstverständlich wachsenden Vertrauen kann es bei den gegebenen Bedingungen sicherlich nicht geben - es ist befristet und setzt verbindlich vereinbarte Regeln voraus hinsichtlich Transparenz, Integrität u.ä. DIS AG, IFOK und Personal Innovation setzen an dieser Stelle an und entwickeln derzeit in einem gemeinsamen Projekt einen „Vertrauensvertrag“, der konkrete Wege aufzeigt und Instrumente an die Hand gibt, wie Vertrauen unter den heutigen Bedingungen gewahrt und gefördert werden kann.
Managing partner
E-Mail: henning.banthien(at)ifok.de
Telefon: +49.30.536077-14
XING: Henning Banthien
