Wulff mischt mit – junge Impulse für Niedersachsen
Wie können Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund stärker für das politische Geschehen begeistert werden? Vom 7. bis 11. Juni 2010 beschäftigten sich 19 Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim, Hannover und Wolfsburg mit dieser Frage im Rahmen des Innovationsspiels des niedersächsischen Sozialministeriums. Unter dem Motto "Wir mischen mit! Junge Impulse für mehr Teilhabe in Niedersachsen im Jahr 2020" präsentierten sie ihre Ergebnisse zum Abschluss der Projektwoche hochrangigen politischen Gästen, wie dem niedersächsischen Ministerpräsidenten, Bundespräsidenten und Jugend denkt Zukunft-Landespaten Christian Wulff, der niedersächsischen Integrationsministerin Aygül Özkan, der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi, sowie Abgeordneten und weiteren Gästen.

Bei der Ausarbeitung erhielten die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 zuvor Unterstützung von der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen und Initiatorin der Projektwoche und konnten den politischen Alltag bei einem Besuch im Landtag hautnah miterleben. Auf dieser Basis entwickelten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel die Idee, ein Haus der Jugendpolitik mit Freizeit-, Beratungs- und Politikangeboten einzurichten. Auch das Politikfestival PAM (Politik Austausch Musik) mit Vorträgen, Information und Diskussion ist in den Augen der Jugendlichen geeignet, Lust an der Politik zu wecken und den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern. Um das politische Interesse in der Schule zu steigern, sollen Bundestagswahlen simuliert und ein Schülerparlament für eine bessere Integrationspolitik eingesetzt werden. Auch im Kindergarten soll – nach Meinung der Jugendlichen – angesetzt werden, zum Beispiel mit bilingualen Gruppen und spielerischer Sprachförderung.
Ministerpräsident Wulff und Ministerin Özkan zeigten sich beeindruckt von der Projektwoche und den Ergebnissen. Gemeinsam mit den Jugendlichen diskutierten sie deren Konzepte und erhielten diese auch überreicht. Der Vorsitzende des Kulturausschusses des Landtages, der unter anderem für die Schulen zuständig ist, bat ebenfalls um die Ergebnisse, um sie in seine Arbeit einfließen zu lassen. Die Begeisterung war auch auf Seiten der Jugendlichen groß: Viele würden sehr gerne an einem weiteren Jugend denkt Zukunft-Innovationsspiel teilnehmen oder ein Praktikum bei der Integrationsbeauftragten absolvieren. Honey Deihimi möchte deshalb auch im kommenden Jahr Jugendliche zu einer Innovationswoche einladen, um weitere wichtige junge Impulse für die Landespolitik zu erhalten.
