Wir sind das Volk! Wie Infrastrukturprojekte dank Dialogverfahren aus der kommunikativen Sackgasse kommen.

Neue Bundesstraßen, Industrieanlagen, Kraftwerke, Windräder oder Landebahnen an Flughäfen – lange Zeit standen Infrastrukturvorhaben für Prosperität, neue Arbeitsplätze und Weiterentwicklung in der Region. Es galt: Wer investiert, ist willkommen. Heute hingegen müssen Projektträger mit oft massivem Widerstand und Schwierigkeiten bei der Umsetzung rechnen. 

Aus Sicht der Investoren sind die Proteste gegen geplante Projekte nur schwer verständlich. Denn sie sind sich sicher: Was ökonomisch rentabel ist, kann gesellschaftlich doch nicht umstritten sein. Ganz anders der Standpunkt der betroffenen Anlieger: Sie erleben eine tiefgreifende Veränderung ihres Umfeldes, befürchten einen Verlust an Lebens- und Wohnqualität und fühlen sich auf dem normalen Verfahrensweg nicht eingebunden.

Die unterschiedlichen Erwartungen und Haltungen von Projektträgern und Kritikern führen zuerst zu Missverständnissen, dann zur Eskalation und später oft genug vor Gericht. Selbst wenn am Ende doch gebaut werden kann, verzögert sich das Projekt erheblich und wird meist teurer als geplant. Alle Beteiligten stehen als Verlierer da: Der eine hat Zeit und Geld verloren, der andere einen Prozess. Keine Basis für eine gute Nachbarschaft. Auch die politischen Entscheidungsträger stehen oft zwischen diesen Fronten.

Nur, wer miteinander redet, kann Lösungen finden 

Der Ausweg aus dem Dilemma: ein frühzeitiger, transparenter und fairer Austausch von Informationen und Positionen. In einem moderierten Dialog lassen sich neue Wege der Zusammenarbeit zwischen den vermeintlichen Kontrahenten ausloten, sinnvolle Kompromisse finden und tragfähige Lösungen entwickeln. Als Marktführer im Bereich Beteiligung hat IFOK seit Mitte der neunziger Jahre zahlreiche solcher Beteiligungsverfahren begleitet. 

Die wesentlichen Erkenntnisse und Ergebnisse aus diesen Dialogprozessen fasst der vorliegende Pluspunkt zusammen. Im Zentrum steht eine einfache Botschaft: Nur wer miteinander redet, kann Lösungen finden.
 


 

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