Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft: Personalrekrutierung im Klassenzimmer
Deutschlands Unternehmen nutzen ihre Kooperationen mit Schulen noch nicht in ihrem vollen Potential, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei wird der demografische Wandel erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschafts- und Berufsleben haben. Dies geht aus der Studie hervor, die IFOK – bereits zum zweiten Mal nach 2008 – in Zusammenarbeit mit „Handelsblatt macht Schule“ durchgeführt hat. Für die Umfrage „Demografischer Wandel – Bedrohung oder Chance für die Partnerschaft?“ wurden im November 2010 rund 1.900 Unternehmen in Deutschland vom Kleinunternehmen bis zum „Global Player“ befragt. Schon heute klagt die Mehrheit der befragten Unternehmen über zunehmenden Fachkräftemangel.
Fachkräftemangel – wichtigste Auswirkung des demografischen Wandels
Der demografische Wandel gewinnt heute bereits an Bedeutung, dieser Meinung sind fast 90 Prozent der befragten Unternehmen. Die wichtigste Auswirkung ist aus Unternehmenssicht der Fachkräftemangel: Für 66 Prozent der befragten Unternehmen wird der Bedarf an Fachkräften in Zukunft steigen, aber nur 48 Prozent glauben, den Bedarf an Fachkräften vor Ort decken zu können. Gleichzeitig stellt auch der absehbare Mangel an qualitativ hinreichend vorgebildeten Auszubildenden die Unternehmen vor Herausforderungen. 54 Prozent bzw. 43 Prozent der Unternehmen stellen bei den Bewerbern das Fehlen von „soft skills“ wie sozialen Kompetenzen und die mangelnde Vorbereitung auf die Ausbildung fest. In der Steigerung nicht nur des quantitativen, sondern auch des qualitativen Bewerberaufkommens sehen Unternehmen in Zukunft einen wesentlichen Maßstab für den Erfolg von Kooperationen zwischen Unternehmen und Schule. Für Unternehmen ab mittlerer Größe wird die „Fachkräftegewinnung“ zu einem echten Test ihrer Zukunftsfähigkeit. Je größer ein Unternehmen, desto größer der Innovationsdruck: Neue Wege der Rekrutierung erscheinen vielen Unternehmen bereits jetzt als alternativlos.
Der demografische Wandel gewinnt heute bereits an Bedeutung, dieser Meinung sind fast 90 Prozent der befragten Unternehmen. Die wichtigste Auswirkung ist aus Unternehmenssicht der Fachkräftemangel: Für 66 Prozent der befragten Unternehmen wird der Bedarf an Fachkräften in Zukunft steigen, aber nur 48 Prozent glauben, den Bedarf an Fachkräften vor Ort decken zu können. Gleichzeitig stellt auch der absehbare Mangel an qualitativ hinreichend vorgebildeten Auszubildenden die Unternehmen vor Herausforderungen. 54 Prozent bzw. 43 Prozent der Unternehmen stellen bei den Bewerbern das Fehlen von „soft skills“ wie sozialen Kompetenzen und die mangelnde Vorbereitung auf die Ausbildung fest. In der Steigerung nicht nur des quantitativen, sondern auch des qualitativen Bewerberaufkommens sehen Unternehmen in Zukunft einen wesentlichen Maßstab für den Erfolg von Kooperationen zwischen Unternehmen und Schule. Für Unternehmen ab mittlerer Größe wird die „Fachkräftegewinnung“ zu einem echten Test ihrer Zukunftsfähigkeit. Je größer ein Unternehmen, desto größer der Innovationsdruck: Neue Wege der Rekrutierung erscheinen vielen Unternehmen bereits jetzt als alternativlos.

Wirtschaftlicher Nutzen von Kooperationen gewinnt für Unternehmen an Bedeutung
Der demografische Wandel und die Nachwehen der Wirtschaftskrise beeinflussen Unternehmen in ihrer Motivation, mit Schulen zu kooperieren. Zwar sind neun von zehn Unternehmen mit ihren schulischen Kooperationen mehr als zufrieden, doch gegenüber der Studie von 2008 ergibt sich ein verändertes Bild: Gut die Hälfte der Befragten nennt den kalkulierbaren betriebswirtschaftlichen Eigennutz als Treiber für ihre Zusammenarbeit mit Schulen. Wirtschaftliche Faktoren wie die langfristige Sicherung von qualifiziertem Personal (83 Prozent) stehen an erster Stelle. Das generelle gesellschaftliche Engagement für Bildung hat für Unternehmen auch weiterhin einen hohen Stellenwert, sie nehmen sie stärker wahr, wollen aber auch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Das Interesse der Unternehmen gilt dabei in erster Linie einem Anstieg an Bewerberinnen und Bewerbern. Dafür nehmen Unternehmen auch mehr Geld in die Hand und bringen sich selbst stärker ein: Kooperationen werden nicht delegiert bzw. durch Sachmittelspenden abgetan, sondern von den Unternehmen fest beschäftigte Mitarbeitende sowohl im unternehmerischen als auch im schulischen Kontext fest installiert. Die „Software“ Menschen, Köpfe, Engagement und Ideen überwiegt die „Hardware“ der Sachmittelaufwendungen.
Potential von Kooperationen noch nicht ausgeschöpft
Rund 70 Prozent der Firmen in Deutschland arbeiten inzwischen mit Schulen zusammen. Die Hälfte der Firmen denkt darüber nach, ihr Engagement sogar weiter auszudehnen. Grund dafür ist vor allem der Mangel an Fachkräften. Dabei setzen Unternehmen auf die bewährten klassischen Kooperationsformen. Ganz vorne auf der Liste stehen Praktika (94 Prozent) und Betriebsbesichtigungen (75 Prozent). Angesichts des demografischen Defizits wählen viele Unternehmen eher den Weg des Bewährten, auch wenn sie gleichzeitig davon überzeugt sind, dass traditionelle Rekrutierung in Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Bei den wenigsten Unternehmen sind die Schulkooperationen Teil der CR Strategie, noch weniger sind sie an der Unternehmensstrategie ausgerichtet, dies geben 56 Prozent der Unternehmen an. Dabei bietet der ganzheitlich konzeptionelle Ansatz neue Möglichkeiten, aus Schülerinnen und Schülern nicht nur die Azubi-Bewerber von morgen, sondern darüber hinaus die Fach- und Führungskräfte von übermorgen zu machen.
Der demografische Wandel und die Nachwehen der Wirtschaftskrise beeinflussen Unternehmen in ihrer Motivation, mit Schulen zu kooperieren. Zwar sind neun von zehn Unternehmen mit ihren schulischen Kooperationen mehr als zufrieden, doch gegenüber der Studie von 2008 ergibt sich ein verändertes Bild: Gut die Hälfte der Befragten nennt den kalkulierbaren betriebswirtschaftlichen Eigennutz als Treiber für ihre Zusammenarbeit mit Schulen. Wirtschaftliche Faktoren wie die langfristige Sicherung von qualifiziertem Personal (83 Prozent) stehen an erster Stelle. Das generelle gesellschaftliche Engagement für Bildung hat für Unternehmen auch weiterhin einen hohen Stellenwert, sie nehmen sie stärker wahr, wollen aber auch stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Das Interesse der Unternehmen gilt dabei in erster Linie einem Anstieg an Bewerberinnen und Bewerbern. Dafür nehmen Unternehmen auch mehr Geld in die Hand und bringen sich selbst stärker ein: Kooperationen werden nicht delegiert bzw. durch Sachmittelspenden abgetan, sondern von den Unternehmen fest beschäftigte Mitarbeitende sowohl im unternehmerischen als auch im schulischen Kontext fest installiert. Die „Software“ Menschen, Köpfe, Engagement und Ideen überwiegt die „Hardware“ der Sachmittelaufwendungen.
Potential von Kooperationen noch nicht ausgeschöpft
Rund 70 Prozent der Firmen in Deutschland arbeiten inzwischen mit Schulen zusammen. Die Hälfte der Firmen denkt darüber nach, ihr Engagement sogar weiter auszudehnen. Grund dafür ist vor allem der Mangel an Fachkräften. Dabei setzen Unternehmen auf die bewährten klassischen Kooperationsformen. Ganz vorne auf der Liste stehen Praktika (94 Prozent) und Betriebsbesichtigungen (75 Prozent). Angesichts des demografischen Defizits wählen viele Unternehmen eher den Weg des Bewährten, auch wenn sie gleichzeitig davon überzeugt sind, dass traditionelle Rekrutierung in Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Bei den wenigsten Unternehmen sind die Schulkooperationen Teil der CR Strategie, noch weniger sind sie an der Unternehmensstrategie ausgerichtet, dies geben 56 Prozent der Unternehmen an. Dabei bietet der ganzheitlich konzeptionelle Ansatz neue Möglichkeiten, aus Schülerinnen und Schülern nicht nur die Azubi-Bewerber von morgen, sondern darüber hinaus die Fach- und Führungskräfte von übermorgen zu machen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Karmen Strahonja
Mitglied der Geschäftsleitung
Bereich Jugend und Bildung
IFOK GmbH
Berliner Ring 89
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Tel.: +49.6251.8416-906
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