Ariadne – Wie Beteiligung die Energiewende vorantreibt

Es sind drei herunterhängende Glühbirnen zu sehen, im Hintergrund leicht bewölkter Himmel.

Energie- und Verkehrswendewende ohne Bürgerinnen und Bürger? Für uns unmöglich! Darum unterstützen wir von ifok das Forschungsprojekt „Ariadne“. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kopernikus-Projekt etabliert Bürgerbeteiligung als Element der Energiewendeforschung.

Ariadne erkundet, welche Politikinstrumente geeignet sind, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Energiewirtschaft und Gesellschaft untersucht das Projekt Strategien für die Energiewende und ihre Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern.

Ariadne: Die Rolle von ifok

Unser Ziel: Wir wollen verstehen, was Bürgerinnen und Bürger zum Ausbau erneuerbarer Energien denken. Verstehen, was sie beim Thema Verkehrswende bewegt. Und verstehen, welche Lösungen sie im Austausch am besten bewerten.

Was uns dabei besonders wichtig ist: Damit wir all das verstehen, fragen wir von Beginn an Bürgerinnen und Bürger nach ihren Sichtweisen und Meinungen – also noch bevor wissenschaftliche Handlungsoptionen im Grünbuchprozess erarbeitet werden. So stellen wir sicher, dass diese wichtige Perspektive in die Entwicklung von Szenarien und Handlungsoptionen einfließt.

Wir sind der Meinung: Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Wertediversität in unserer Gesellschaft berücksichtigt wird. Um all diese unterschiedlichen Wertvorstellungen einzubinden, setzen wir auf zufallsbasierte Bürgerauswahl und auf wechselseitigen Dialog. So stellen wir sicher, dass auch andere Sichtweisen Gehör finden.

Wie wir Bürgerinnen und Bürgern in den wissenschaftlichen Prozess einbinden

Im Projekt Ariadne beziehen wir Bürgerinnen und Bürger mittels vier verschiedener Formate ein:

  • Fokusgruppen
  • Co-Creation Workshops
  • BürgerInnenkonferenzen
  • Bürgergipfel

Den Start machen wir mit zehn Fokusgruppen deutschlandweit. Fokusgruppen sind Kleingruppen, in denen Bürgerinnen und Bürgern mit Unterstützung der Wissenschaft diskutieren. Die Ergebnisse bilden die Basis für die Handlungsoptionen.

In Co-Creation Workshops validieren Bürgerinnen und Bürger erste Ergebnisse aus der Wissenschaft und entwickeln diese weiter.

Die BürgerInnenkonferenzen bilden das Herzstück der Beteiligung. Die Teilnehmenden diskutieren und empfehlen gemeinsam, welche der im Grünbuchprozess entwickelten Handlungsoptionen besonders im Einklang mit ihren Werten und Erwartungen stehen. Diese Lösungen für eine erfolgreiche Energiewende werden von insgesamt etwa dreihundert Bürgerinnen und Bürgern in vier deutschlandweiten Konferenzen erarbeitet.

Am Ende des Beteiligungsprozesses steht der Bürgergipfel: Hier kommen etwa 100 der bisher beteiligten Bürgerinnen und Bürger zusammen und prüfen die weiterentwickelten Handlungsoptionen. Mögliche Fragestellungen sind: Sind die Sichtweisen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürgerinnen integriert? Wie stehen sie zu den daraus abgeleiteten Maßnahmen? Außerdem darf ein wenig gefeiert werden!

Was passiert mit den Ergebnissen der Beteiligung?

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung finden so systematisch Eingang in die wissenschaftlichen Entscheidungshilfen für die Politik. In Form von Politikpapieren, wissenschaftlichen Veröffentlichen und in Veranstaltungen mit Parlamentariern werde diese der Politik unterbreitet. Auf dass die Energiewende und die Wandlung zu einer klimaneutralen Gesellschaft dadurch besser gelingen.

Sie wollen mehr zur Bürgerbeteiligung im Klimaschutz und bei der Energiewende erfahren? Sprechen Sie uns an!

Portrait Martina Richwien

Martina Richwien

Mitglied der Geschäftsleitung | Klima und Energie

Telefon+49 30 536077-15
E-Mailmartina.richwien@ifok.de

1 thought on “Ariadne – Wie Beteiligung die Energiewende vorantreibt

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