Mit Plattform-Ansätzen dynamischen Herausforderungen begegnen

Eine Crew auf einem Segelschiff hisst die Segel

Die alten Werkzeuge gesellschaftlicher Problemlösung greifen nicht mehr. Digitalisierung, Pandemien, Klimaschutz – Die Herausforderungen unserer Zeit sind oft zu komplex für Silodenken und zu dynamisch für langwierige Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse. Plattform-Ansätze sind der nächste evolutionäre Schritt der gesellschaftlichen Gestaltung: Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeiten vertrauensvoll in agilen Netzwerken zusammen – und ergänzen zunehmend die Institutionen der parlamentarischen Demokratie. So entsteht Raum für nachhaltige Lösungen.

Neue Allianzen für „gepoolte“ Souveränität – Das Wesen von Plattformen

Plattformen verstehen wir bei ifok als flexible Netzwerke. Sie sind halb-institutionalisierte Gebilde, in denen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenkommen. Auf freiwilliger Basis und in wechselseitigem Vertrauen entwickeln Ministerinnen, Gewerkschaftsfunktionäre und Professorinnen gemeinsam Lösungsansätze und überführen sie in einen gestalterischen, evolutionär verlaufenden Prozess der Implementierung. Hier wird zusammen gedacht, entwickelt und getestet.

Auf Vertrauen bauen – Erfolgsfaktoren von Plattformen

Soweit zur Theorie – in der Praxis kommt es auf das Handwerk an. ifok hat mit der Plattform Industrie 4.0, GAIA-X, der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität und Chemie³ bereits umfassende Erfahrungen gesammelt. Auf Grundlage der Erfahrungen lassen sich eine Reihe von praktischen Erfolgsfaktoren identifizieren:

  • Die richtigen Themen setzen: Plattformen eignen sich besonders, um (Zukunfts-)Themen mit einem hohen Handlungsdruck zu diskutieren.
  • Vertrauen bilden und eine gemeinsame Sprache finden: Zu Beginn finden die Teilnehmenden eine gemeinsame Sprache und eine gemeinsame Vision – damit alle über dasselbe sprechen und in dieselbe Richtung laufen.
  • Menschen mit Vision und Entscheidungskompetenz binden: Wer fachliche Kompetenz, ein klares Mandat der entsendenden Organisation und hohes Engagement mitbringt, ist ein Gewinn für jede Plattform.
  • Ehre das Amt: Plattformen leben von freiwillig Engagierten. Unternehmen, Politik und Verbände stellen Personal für die Arbeit in der Plattform und verhelfen ihr so zu Legitimität und Sachverstand.
  • Unermüdliche Unterstützung, neutrale Moderation: Eine professionelle Servicestelle mit breitem Leistungsspektrum kann die Arbeit der Ehrenamtlich-Engagierten unterstützen.
  • Ergebnisse produzieren: Jede Plattform sollte konkrete Ergebnisse hervorbringen. Die Konzepte, Programme, Policy-Paper, Projekte oder neue Standards müssen dann auch in die richtigen Kanäle gespielt werden – beispielsweise in den politischen Prozess.


Plattformen sind eine neue Form, um gemeinsam zu arbeiten und zu gestalten. Wir haben erste Erfahrungswerte gesammelt und wollen auch Sie auf Ihrem Weg begleiten. Lesen Sie mehr in unserem neuen Debattenpapier!

Ihr Ansprechpartner

Portrait Dr. Jonas Gobert

Dr. Jonas Gobert

Senior Consultant I Digitalisierung, Open Governance

Telefon+49 30 536077-29
E-Mailjonas.gobert@ifok.de

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