Verkehrssicherheit in BW

Eine Gruppe von Kindern steht auf einer mit Kreide bemalten Straße und hört einem Mann in Anzug zu - neben der Gruppe ist ein mit einem gelben Tuch verdecktes Auto zu sehen.

2019 hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit Unterstützung von ifok – gemeinsam mit die wegmeister – eine Verkehrssicherheitskampagne ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr – im Sinne der „Vision Zero“ – zu senken und möglichst viele Menschen zu Verhaltensänderungen anzuregen.

Die mehrjährige Kampagne fokussiert jedes Jahr ein Schwerpunktthema. 2019 lag dieser auf dem „ruhenden Verkehr“. Allein im Jahr 2018 ereigneten sich in Baden-Württemberg 1.745 Unfälle im ruhenden Verkehr, also durchschnittlich 4,8 Unfälle am Tag. Laut Fachleuten liegt die tatsächliche Zahl wohl zwei- bis dreimal höher als statistisch erfasst.

Der Auftakt der Kampagne fand zu Beginn des neuen Schuljahres am 11.09.2019 in Stuttgart statt. Winfried Hermann, Minister für Verkehr, machte bei einer Vor-Ort-Aktion an der Grund- und Werkrealschule Gablenberg „ruhenden Verkehr“ erlebbar. Anhand einer inszenierten Kulisse und mit Unterstützung von Verkehrsexperte Dr.-Ing. Hagen Schüller unseres Partners PTV Group sensibilisierten beide die anwesenden Grundschulkinder und Pressevertreter dafür, wie Gefahrensituationen durch haltende und parkende Fahrzeuge entstehen und wie sich die Unfallrisiken verringern lassen.

Kampagnenmaterial zum Thema „Sichtbeziehungen“ und „Holländischer Griff“

Gefahrensituationen durch falsch geparkte Fahrzeuge entstehen häufig, wenn andere Verkehrsteilnehmende auf die Straße ausweichen müssen oder die Sicht behindert wird. Vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmende wie Kinder kann dies gravierend sein.

Fast die Hälfte aller Unfälle im ruhenden Verkehr mit Beteiligung von Radfahrern sind „Dooring“-Unfälle – also ein unvermitteltes Öffnen der Fahrertür, sodass Radfahrende gezwungen sind auszuweichen. Häufig kommt es zu einem Zusammenstoß. Ein Trick: der „Holländische Griff“. Beim Aussteigen die Fahrertür mit der rechten Hand öffnen, dabei den Oberkörper automatisch mitdrehen, das Sichtfeld erweitern und Radfahrende besser sehen.

Zu beiden Aspekten informierte die Kampagne umfassend, u. a. per Video, Radiospot und Printmaterial.

Mitmachaktionen für Kommunen

Verschiedene kommunale Multiplikatoren in Baden-Württemberg, insbesondere Ordnungsämter und Zulassungsstellen, wurden zu einer Mitmachaktion aufgerufen. Im Aktionszeitraum vom 4.11. bis 20.12.2019 verteilen Parküberwacherinnen und Parküberwacher der teilnehmenden Ordnungsämter Infoflyer an Falschparker, um sie auf die Gefahren durch ihr Fahrzeug hinzuweisen. Botschaftskarten mit einer süßen Belohnung gehen hingegen an Autos, die an kritischen Stellen richtig parken.

Im gleichen Zeitraum vergeben Zulassungsstellen ein Infopaket an Autofahrerinnen und Autofahrer, die ein Auto zulassen möchten. Weitere Multiplikatoren, die sich aktiv an der Aktion beteiligen sind u. a. Schulen, Fahrschulen, Feuerwehren und Verkehrsverbände.

Ihre Ansprechpartnerin

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Yvette Richter

Mitglied der Geschäftsleitung | PR und Kampagnen

Telefon+49 6251 8263133
E-Mailyvette.richter@ifok.de

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