Zukunft digitaler Ökosysteme – Leitbild 2030 für die Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 und ihre Partner präsentieren ein Leitbild, das zeigt, wie die Industrie 4.0 im Jahre 2030 aussehen soll. Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit sind die Leitplanken für die digitalen Ökosysteme der Zukunft.

Wie lässt sich unsere wirtschaftliche Stärke – insbesondere die der Industrie – ins digitale Zeitalter übersetzen und weiterentwickeln? Wie lassen sich die Werte der sozialen Marktwirtschaft mit digitalen Geschäftsmodellen vereinbaren?

Die Akteure der Plattform Industrie 4.0 haben das Leitbild 2030 für Industrie 4.0 entwickelt, um erste Antworten auf diese Fragen zu formulieren und zur Diskussion zu stellen. Das Leitbild verbindet technische Aspekte mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Im Fokus stehen die drei Handlungsstränge Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit. So entsteht ein ganzheitlicher Ansatz für die digitalen Ökosysteme der Zukunft.

Erstmals hat die Plattform das Leitbild auf der Hannover Messe 2019 vorgestellt. Jetzt trägt sie es in die Breite und lädt zum Dialog – u.a. mit einer interaktiven Infographik.

HMI 2019 / Plattform Industrie 4.0

Besucherin der Hannover Messe 2019 entdeckt interaktiv das Leitbild 2030 für Industrie 4.0. @Plattform Industrie 4.0 / Reitz

Die digitale Transformation der Industrie gestalten

Die digitale Transformation der Industrie gestalten: Das ist der Leitgedanke der Plattform Industrie 4.0 – einem der größten Industrie 4.0-Netzwerke weltweit. In der Plattform arbeiten über 350 Akteure aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft, Gewerkschaften und Politik gemeinsam in drei zentralen Handlungssträngen: Fachliche Vordenkerschaft, (inter-) nationale Kooperationen und Unterstützung des Mittelstands beim Praxistransfer.

Organisieren, koordinieren, kommunizieren

Den Gesamtprozess verantwortet die Leitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit ausgewählten Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Verbände, Gewerkschaft und Wissenschaft. Zusammen mit den VDI Technologiezentrum betreut IFOK seit April 2015 die Geschäftsstelle der Plattform. Die Geschäftsstelle unterstützt die Aktivitäten der Plattform Industrie 4.0 und ist zentraler Ansprechpartner für das Netzwerk.

IFOK steht dem BMWi mit strategischer Beratung zum Netzwerk, zur Kommunikations- und Veranstaltungsplanung und zur Medienansprache zur Seite, betreut eine Arbeitsgruppe zum Thema Arbeit, Aus- und Weiterbildung und wirkt an der Umsetzung zahlreicher Projektelemente mit – vom Messeauftritt bis zum Leitbild.

Mehr zum Leitbild 2030 und der Plattform Industrie 4.0 finden Sie hier.

1. Deutscher Bürgerrat

IFOK führt in diesem Jahr gemeinsam mit dem nexus Institut den ersten deutschen Bürgerrat zum Thema Demokratie durch.

Die Grundidee: Gemeinsam sind wir stärker

Der Bürgerrat Demokratie, initiiert von Mehr Demokratie und der Schöpflin Stiftung, wird von IFOK gemeinsam mit dem nexus Institut durchgeführt. Mit diesem für Deutschland bisher einmaligen Modell-Projekt sollen per Zufallsauswahl ermittelte Menschen in enger Anbindung an die Politik Lösungen zur Stärkung und Weiterentwicklung unserer Demokratie erarbeiten.

Der Prozess: Vier aufeinander aufbauende Phasen

Mit Regionalkonferenzen an sechs Orten in Deutschland hat der Bürgerrat Demokratie Mitte 2019 begonnen. Auf den Regionalkonferenzen sitzen einen Abend lang Interessierte und Abgeordnete gemeinsam am runden Tisch, um über Herausforderungen und die Zukunft der Demokratie zu diskutieren. Ganz konkret geht es auch darum, welche Fragen und Themenaspekte der durch Los zusammengestellte Bürgerrat auf Bundesebene in der zweiten Phase dann besprechen soll.

Der durch Los zusammengestellte Bürgerrat auf Bundesebene stellt das Herzstück des Demokratie-Experiments dar. Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit unterschiedlichen Meinungen zu möglichen Ergänzungen und Weiterentwicklungen der parlamentarischen Demokratie auseinandersetzen. Und sich konkret mit der Frage beschäftigen: Soll die parlamentarische Demokratie durch direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung ergänzt werden? Und wenn ja, wie kann dies aussehen? Aus dem Bürgerrat heraus entsteht ein Bürgergutachten, in dem die geloste Versammlung ihre Empfehlungen für die Politik zusammenstellt.

Am Tag für die Demokratie am 15. November 2019 wird das Bürgergutachten in Anwesenheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerrat Demokratie und Abgeordneten der Bundesregierung übergeben. Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, wird das Gutachten persönlich entgegennehmen und unterstützt bereits heute den Prozess mit seinem Grußwort zum Bürgerrat Demokratie.

Nach der Übergabe der Ergebnisse des Bürgerrates an die Politik ist eine zivilgesellschaftliche Begleitung der Politik bei der Umsetzung der Empfehlungen geplant. In dieser vierten Phase findet ein weiterer intensiver Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Abgeordneten statt, um Fragen, Herausforderungen und politische Reaktionen auf Augenhöhe gemeinsam zu diskutieren.

Weitere Informationen zum Bürgerrat Demokratie finden Sie hier.

Die Pressemitteilung zum Bürgerrat Demokratie zum Nachlesen gibt es hier.

II. Global Chemicals Outlook

IFOK und adelphi haben die Entwicklung des II. Global Chemicals Outlook (GCO-II) im Rahmen eines Projektes für das International Sustainable Chemistry Collaborative Centre, kurz ISC3, begleitet und unterstützt. Nun wurde der GCO-II von der agierenden Direktorin des UN-Umweltprogramms Joyce Msua veröffentlicht.

Nachhaltigkeit im Chemikaliensektor
Der im März 2019 veröffentlichte II. Global Chemicals Outlook (GCO-II) stellt in umfassender Weise die weltweite Situation der Chemikalienherstellung und -verwendung dar. Er beleuchtet dabei auch die negativen Folgen für Umwelt und menschliche Gesundheit, und er stellt Optionen für einen nachhaltigeren Chemikaliensektor dar. Bislang ist vom GCO-II eine Zusammenfassung für Entscheidungsträger und eine erweiterte Zusammenfassung erschienen, der Synthesis Report. Der endgültige Bericht soll im Mai 2019 veröffentlicht werden.

IFOK und adelphi haben die Entwicklung des GCO-II im Rahmen eines Projektes für das International Sustainable Chemistry Collaborative Centre, kurz ISC3, mit einer Studie zu Megatrends und weltweiten Workshops begleitet und unterstützt.

Megatrends
Bedeutende Megatrends mit zu erwartendem Einfluss auf die Produktion und Verwendung von Chemikalien sind unter anderem anhaltende weltwirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere das weitere starke Wachstum in Schwellenländern, die fortschreitende technologische Entwicklung, Ressourcenverwendung und -knappheit, der demographische Wandel, Urbanisierung sowie der Klimawandel und dessen Folgen.
In dem Hintergrundbericht werden auch sektorale Trends in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung, Bauen, Energie, Verkehr und Mobilität, Elektronik, Textilien und Pharmazie beleuchtet. Megatrends und sektorale Entwicklungen sind an vielen Stellen miteinander verknüpft. So werden im Zuge der Urbanisierung bis 2050 weltweit jede Woche eine Million Menschen zusätzlich in die Städte ziehen, was erhebliche Anstrengungen beim Bau der dafür nötigen Infrastruktur nach sich zieht. Dies wiederum bedeutet einen massiv zunehmenden Einsatz von Bauchemikalien. Die insgesamt ansteigende Weltbevölkerung wird zudem zu einem steigenden Einsatz von Agrarchemikalien führen.

Weltweite Workshops zu regionalen Entwicklungsperspektiven
Um regionale Entwicklungsperspektiven abzubilden und Zusammenhänge mit den globalen Entwicklungen aufzuzeigen organisierten und moderierten IFOK und adelphi in der ersten Jahreshälfte von 2018 für ISC3 und in Zusammenarbeit mit UNEP vier regionale Workshops in Nairobi, Frankfurt, Panama und Bangkok, in denen Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen und Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Universitäten und aus der Wirtschaft teilnahmen.

Weltgemeinschaft zu mehr Nachhaltigkeit aufgefordert
Der GCO-II stellt in unmissverständlichen Worten klar, dass die Weltgemeinschaft sehr viel mehr Anstrengungen unternehmen muss, um den Chemikalienbereich nachhaltig zu gestalten. So bilanziert der Bericht deutlich, dass das 2002 beschlossene Ziel der Vereinten Nationen nicht mehr erreichbar ist, bis 2020 keine signifikanten Schäden durch die unsachgemäße Verwendung von Chemikalien mehr zuzulassen. In Anbetracht der Entwicklung des Chemiesektors, dessen Umsatz sich von 2017 bis 2030 verdoppeln solle, seien erhebliche zusätzliche Bemühungen notwendig, um die massiven Schäden durch Chemikalienverschmutzung einzudämmen und zu verhindern.

Hier geht es zum II. Global Chemicals Outlook

Gute Bürgerbeteiligung

IFOK und FÖV haben für das Bundesumweltministerium Leitlinien für gute Bürgerbeteiligung erarbeitet. Die Leitlinien wurden im Januar 2019 vorgestellt und in die Geschäftsordnung des Hauses aufgenommen – ein bisher einmaliger Vorgang auf Bundesebene.

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Studie zu Braunkohlerevieren

Die gemeinsame Studie von IFOK, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und weiteren Forschungs- und Beratungsorganisationen*, im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zeigt, dass eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Strukturwandel in deutschen Braunkohlerevieren leisten kann.

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Neues zu Blockchain

Blockchain ist Teil jeder Technologieprognose – warum diese Zukunft gar nicht mehr so fern ist, welche Anwendungen bereits erprobt werden und was das für Daten an sich heißt, beleuchtet unser @ifok_de Kollege Tobias Wojtanowski in einem Artikel in „TH Technischer Handel 08/18“.

Bild: Pixabay

Sponsor Berliner Sommernacht

Zukunft der Demokratie und gesellschaftlicher Fortschritt

Bei der Berliner Sommernacht des Progressiven Zentrums diskutieren Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Robert Habeck am 28. Juni 2018 über die Herausforderungen der liberalen Demokratie und die Frage, wie in Zeiten großer gesellschaftlicher Unsicherheit echter Fortschritt möglich sein kann.

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Bayerische Staatskanzlei

BÜRGERGUTACHTEN 2030. BAYERN, DEINE ZUKUNFT

Das Doppeljubiläum, 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre bayerische Verfassung, nimmt die Bayerische Staatsregierung zum Anlass, die Bürgerinnen und Bürger des Landes, mit dem „Bürgergutachten 2030. BAYERN, DEINE ZUKUNFT“ an den Leitlinien der Politik bis zum Jahr 2030 zu beteiligen.

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