U2-Verlängerung Bad Homburg

Die U2-Verlängerung soll die Lücke zwischen der heutigen Endhaltestation im Bad Homburger Stadtteil Gonzenheim und dem städtischen Bahnhof schließen. Im Oktober 2018 stimmte Bad Homburg in einem Bürgerentscheid über den Bau der 1,6 Kilometer langen Strecke ab. IFOK unterstützte die Stadt bei der Konzeption und Umsetzung der Informationskampagne im Vorfeld der Wahl.

Ausgangssituation
Die Planungen zur Verlängerung der Stadtbahnlinie U2 werden seit Jahren in Bad Homburg kontrovers diskutiert. Für Befürworter ist die geplante umsteigefreie Verbindung zwischen Frankfurt und dem Bahnhof Bad Homburg vor allem eine Chance, den klimafreundlichen ÖPNV für die tausenden Pendlerinnen und Pendler in der Region zu stärken. Dem stehen Bedenken in Bezug auf die baustellenbedingten Auswirkungen, einen Anstieg der Lärmbelastung sowie Befürchtungen über ausufernde Kosten entgegen. Vor diesem Hintergrund fasste die Stadtpolitik den Beschluss, die Entscheidung über die Verlängerung der U2 in die Hände der Bürgerinnen und Bürger Bad Homburgs zu legen. IFOK unterstützte die Stadt Bad Homburg bei der Konzeption und Umsetzung der Informationskampagne im Vorfeld des Bürgerentscheids.

Zielsetzung
Ziel der Kampagne war es, die Bürgerinnen und Bürgern neutral und nachvollziehbar über die Vor- und Nachteile des Vorhabens zu informieren, die Bedeutung des Bürgerentscheids für die Zukunft der Stadt zu verdeutlichen und die Wählerinnen und Wähler für den Gang zur Wahlurne zu motivieren.

Herangehensweise
IFOK setzte bei der Ausgestaltung der Informationskampagne auf eine Kombination aus klassischer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Bei zwei zentralen Informationsveranstaltungen und acht mobilen Infoständen in allen Stadtteilen Bad Homburgs konnten Interessierte ihre Fragen zum Vorhaben im direkten Gespräch mit Fachplanerinnen und -planern klären. Sowohl Befürworter als auch Kritiker erhielten auf den Veranstaltungen die Möglichkeit, für ihre Positionierung zu werben. Die projekteigene Webseite bot mit der U2-Infostelle eine weitere Anlaufstelle, um Antworten auf offene Fragen zu erhalten. Hauswurfsendungen sowie Aufkleber und Plakate in den städtischen Bussen sensibilisierten sowohl die Anwohnerinnen und Anwohner als auch die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV für den anstehenden Bürgerentscheid. Auf einer Sonderfahrt mit der U2 erhielten Journalistinnen und Journalisten Einblick in technische Neuerungen zur Schallminderung und konnten sich so ein eigenes Bild über deren Wirkung verschaffen.

Ergebnis
Mehr als 14.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Projektwebseite, um sich über das Vorhaben zu informieren. Mehr als 400 Interessierte tauschten sich auf den beiden Informationsveranstaltungen mit den Fachplanerinnen und -planern aus. Am Wahltag fiel dann die Entscheidung Bad Homburgs klar aus: Bei einer Wahlbeteiligung von 63% stimmten mehr als 70% der Wählerinnen und Wähler für die Verlängerung der U2. Die Umsetzung des Vorhabens kann somit beginnen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bad-homburg-u2.de.

Fotos: Copyright Stadt Bad Homburg v. d. Höhe, Fotografin: Ilka Renz

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