Modellstadt Reutlingen

In der Stadt Reutlingen werden die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionswerte für Stickstoffoxid an verschiedenen Stellen überschritten – die Probleme mit Stickoxiden und auch Feinstaub kennen viele deutsche und europäische Städte. Das Land Baden-Württemberg wurde daher vom Europäischen Gerichtshof verurteilt, die Luftreinhalteplanung in Reutlingen so zu ändern, dass die Grenzwerte schnellstmöglich eingehalten werden.

Gemeinsam mit Dr. Hannah Büttner von Integrative Dialoge hat IFOK mit dem Projekt „Modellstadt Reutlingen“ ein Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung entwickelt. Die wichtigsten lokalen Akteure (darunter Vertreter/innen des Regierungspräsidiums, der Stadt und des Landes, aller Stadtratsfraktionen, des Jugendrats, des Landratsamts, der Wirtschaft und des Handwerks, der Automobil-, Fahrrad- und Umweltverbände sowie aus dem Gesundheitsbereich) haben die Ergebnisse der Fachgutachten in der sogenannten Spurgruppe diskutiert. Dabei wurden gemeinsam prioritäre Maßnahmen zur Reduktion der Schadstoffbelastung in Reutlingen festgelegt und in verschiedenen Szenarien gebündelt. Eines der Szenarien ist schließlich in die vierte Fortschreibung des Luftreinhalteplans für die Stadt Reutlingen eingeflossen. Die Arbeit der Spurgruppe wurde durch öffentliche Informationsveranstaltungen und eine Online-Beteiligung ergänzt und so für alle Bürger/innen geöffnet.

Weitere Informationen gibt es hier.

Auftraggeber: Regierungspräsidium Tübingen

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